Medien und Werbetreibende befinden auf der unermüdlichen Suche nach Aufmerksamkeit der Nutzer. Der Markt wird, je digitaler und mobiler, immer größer, die Konkurrenz aber natürlich auch. Da will jeder sein Stück vom Kuchen. Dabei hilft es längst nicht mehr, am Lautesten “Ich bin der Beste” zu rufen.

Mehrwert ist die neue Devise. Darum haben sich neue Werbeformen herauskristallisiert, die dem Nutzer eben mehr versprechen, als nur ein Produkt oder eine Dienstleistung. Ein gutes Gefühl zu haben etwa. Oder gelebtes Samaritertum.

Künstliche Intelligenz

Virtuelle Assistenten wie Siri und Co. sind schon längst keine Zukunftsvision mehr. Auch die Werbung will von dieser Entwicklung profitieren.
So sollen Nutzer zum Beispiel über Sprache oder Text direkt mit einem System kommunizieren, damit dann auf deren Persönlichkeit und deren Interessen zugeschnittene Werbeinformationen angeboten werden können.
Die verschiedenen Marken können so besser platziert werden und die Strategien lassen sich einfacher optimieren.
Dass auch der Nutzer davon profitiert, weil er nur mehr für ihn relevante Informationen serviert bekommt, führen die Werber als zusätzlichen Bonus an.
Diese Werbe-Art soll in weiterer Folge dann zum Beispiel auch im Fernsehen und in Autos eingesetzt werden.
Werbung und die gute Tat

Durch den Siegeszug des Internets und die dadurch entstandene Fülle an preisgünstigen Werbeplätzen, haben sowohl das Image des Internets, als auch jenes der Werbebranche ein klein wenig gelitten. Es ist alles ein bisschen “too much” und wird vom User oft als extrem nervend gewertet.
Charity-Apps wollen den Spieß umdrehen und Werbung als gute Tat erscheinen lassen.. Etwa durch Werbung auf dem Sperrbildschirm von Smartphones und Tablets. Sobald man entsperrt, spendet man automatisch Geld an eine ausgesuchte Organisation. Win – win – win. Der Nutzer hat ein gutes Gewissen, der Werbetreibende die Aufmerksamkeit und die Organisation ihre Spende.

Auch interessant:  BGE-Abstimmung - Sind die Schweizer schadenfroh?

Das spielerische Element

Videospiele sind nach wie vor ein weltweiter Renner. An die 2 Milliarden Menschen zocken zumindest gelegentlich. Mittlerweile auch immer mehr Mädchen und Frauen.
Und gut Dreiviertel des Umsatzes am mobilen App-Markt wird mit Spielen erzielt.
Darum ermöglichen die Entwickler bzw. Anbieter dieser Apps den Werbetreibenden auch gerne, ihre Programme zu nutzen.
Spieler sind spezielle Werbekunden, denn sie wollen im Spielfluss bleiben und flüchten demnach nicht. Zumal, wenn die Werbung noch dazu als Inhalt ins Spiel eingebaut wird.
Da steigt die Akzeptanzschwelle des Nutzers in ungeahnte Höhen.

Gute Jobs sind garantiert

Die Werbebranche wird der Mobilisierung, der Globalisierung und dem technischen Fortschritt weiter stark florieren. Da können die Konsumenten noch so murren und wütend aufstampfen. Werbung wirkt. Das ist bewiesen und “Schuld” daran ist wieder einmal unser unbändiges Unterbewusstsein, welches auch keinen Ad-Blocker integriert hat.