In den Stellenangeboten, für die Sie sich interessieren, wird ihnen schnell auffallen, welche Anforderungen immer gestellt werden.

Fehlen ihnen diese, sollten sie dazu unbedingt ein Seminar besuchen. Besonders gut kommt ein Bewerber an, der exotische Kenntnisse aufweisen kann. Diese sind häufig schwieriger zu erlangen und Unternehmer nehmen es gern auf sich, den Kandidaten dafür in anderen Bereichen schulen zu lassen.

Schon vor der Berufswahl gilt es, sich zu informieren, wie die Entwicklungsmöglichkeiten aussehen. So können Abiturienten mit einer handwerklichen Ausbildung auch später noch studieren oder auch Gesellen ohne Abi, sich durch einen Meisterkurs weiter qualifizieren.

Wer vor der Berufswahl steht, hat gute Karten, wenn er sich einen Beruf wählt, der eine vielfältige Spezialisierungsauswahl hat. Das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpflege beispielsweise hat sehr viele Fachrichtungen. Während der dreijährigen Ausbildung durchläuft der Pflegeschüler viele Stationen und kann dadurch schon erste Eindrücke sammeln. Gilt es sich zu entscheiden, so kann er wählen zwischen Intensiv-, Psychiatrie-, Palliativ- und Hospizpflege und unzähligen weiteren Fachrichtungen. Möchte er nicht mehr aktiv pflegen, gibt es ebenfalls Möglichkeiten vom Pflegeberater § 7a SGB XI bis hin zu leitenden Funktionen (Pflegedienstleitung).

Auch kaufmännische Berufe bieten sagenhaft viele Spezifizierungen an. Als Bürokauffrau eignet sich ein Azubi alle kaufmännischen Grundlagen an und in Lehrgängen die speziellen Inhalte in Speditions-, Veranstaltungswesen oder Wohnungswirtschaft. Bei den akademischen Berufen bieten das Ingenieurwesen und die Medizin sehr viele Fachrichtungen.

Im Internet gibt es verschiedene Seminardatenbanken. Eine der größten ist die der Arbeitsagentur – das Kursnet. Bei den Fortbildungen ist unbedingt auf den Abschluss zu achten. Nicht alle Bildungsanbieter sind gleich angesehen auf dem Markt. Wer an den falschen gerät wird belächelt, statt befördert.

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Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) sorgt dafür, dass Bildungsangebote von Zertifizierungsstellen geprüft wurden und zertifiziert sind. Die Arbeitsagentur beteiligt sich fast nur noch an den Kosten dieser AZWV-Angebote. Für den lernbereiten Mitarbeiter ist der Hinweis auf AZWV durchaus eine Sicherheit, dass dies Angebot auf dem Arbeitsmarkt akzeptiert ist. Auch private und nicht zertifizierte Anbieter haben sich am Markt etabliert. Informieren sie sich möglichst bevor sie sich für ein Seminar anmelden. Dann zahlen sie auch nicht für ein Angebot, welches ihnen am Ende nichts nutzt.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet auf der eigenen Internetseite übrigens auch eine Lernbörse an. Für Sprachen (Businessenglisch, Deutsch als Fremdsprache), Computerprogramme und allgemeine Themen wie Bewerbung und Existenzgründung ist das Angebot wirklich zu empfehlen. Es kostet nichts und ist sehr gut aufbereitet bzw. wird es von externen Quellen angeboten. Angemeldete und als Arbeit suchend registrierte Kunden der Agentur, haben sie Zugriff auf die Lernbörse exklusiv. Dort gibt es ein Zehnfingertipptrainingsprogramm und eine Vorbereitung auf englischsprachige Präsentationen. Auch Ablagesysteme für E-Mails sind dort Gegenstand. Während des Durcharbeitens der Themen wird eine Lernstandsanzeige über den aktuellen Fortschritt informieren und am Ende können personifizierte Zertifikate ausgedruckt werden. Der Wert dieser Zertifika-te wird sicher unterschiedlich gesehen, zumindest zeigen die Zertifikate, dass der Bewerber seine Zeit sinnvoll nutzt, wenn er auf Arbeitssuche ist.