Unsicherheit und innere Verkrampftheit lassen sich nur schwer verbergen.

Auch wenn wir es uns nicht eingestehen wollen: Nicht nur ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Der ganze Körper spricht. Bodylanguage quasi.

Mit unserer Sprache können wir lügen und uns verstellen. Der Körper zeigt allerdings doch meistens unbewusst, was wir wirklich empfinden. Und das kann uns in vielen Situationen nicht sehr willkommen sein. Zumal im Berufsleben.

Unbewusste Reaktionen des Körpers geben oft Gefühle und Befindlichkeiten Preis, die Sie vor Kollegen lieber verheimlichen wollen und wohl auch sollen. Wenn Sie selbstsicherer auftreten möchten, als sie in Wahrheit sind, sollten Sie zumindest die folgenden 5 Bewegungsmuster tunlichst vermeiden, denn hierbei handelt es sich um die häufigsten und offensichtlichsten Auswüchse verräterischer Körpersprache:

Können diese Augen lügen?

Der gesenkte Blick ein Klassiker. Er zeigt pure Unsicherheit. Auch wenn es Ihnen schwer fällt: Versuchen Sie, Ihrem Gesprächspartnern direkt in die Augen zu schauen. Natürlich dürfen Sie ihn nicht anstarren. Das verschlimmert Ihre Lage nur noch.

Wenn es Ihnen gar nicht gelingt, den Blickkontakt zu halten, schauen Sie bitte wenigstens nach oben. Das könnte Ihr Gegenüber zumindest als angestrengtes Nachdenken und Suchen nach einer Lösung interpretieren.

Lippenknabbern ist was für Kaninchen

Viele Menschen machen es und wissen gar nicht, dass sie es tun, denn das Lippenknabbern ist eine Angewohnheit, die oft mit Grübeln einher geht. Man ist in diesen Situationen also kaum präsent und kann sich nicht beobachten.

Ihr Umfeld aber beobachtet Sie und findet das nicht unbedingt sexy.

Hände

Unsere Hände sind enorm wichtige Kommunikations-Utensilien. Auf die Hände schauen die meisten Menschen gleich nachdem sie das Gesicht des Gesprächspartners gescannt haben. Und dabei geht es nicht nur um saubere Fingernägel oder Öl-Spuren vom Fahrrad-

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Es gibt unzählige Gestik-Kurse, in denen man lernen kann, seine Hände für positives Unterstreichen des Gesagten einzusetzen.

Starre oder nervöse Hände, die  ein Eigenleben zu haben scheinen, sind für den Gesprächspartner ein klares Zeichen für Unsicherheit.

Sie tragen nicht die Welt auf Ihren Schultern

Unsere Schultern finden im Alltag wenig Beachtung. Man hebt sie manchmal, wenn man zeigen will, dass man ratlos ist, doch ansonsten?

Aber wenn man bewusst darauf achtet, was die eigenen Schultern z.B. während einer Besprechung machen, wird man erstaunt sein. Bei Unsicherheit entwickeln sie nämlich oft ein interessantes Eigenleben. Diese Zuckungen kann man aber kaschieren, indem man

nicht im T-Shirt zum Meeting geht, sondern im nicht allzu strammen Sakko.

Halten Sie mal die Füße still

Wenn Sie bei Vorträgen nervös vor sich hintrippeln, sich mit ihrer Fußstellung unbewusst dem Ausgang zuwenden oder nach Ansprachen sofort fluchtartig das Weite suchen, wird man Sie kaum als souverän wahrnehmen. Und wer mit seinen Füßen beim Sitzen das Stuhlbein umklammert, suggeriert, dass er Halt und Hilfe sucht.

Das Motto sei also: Mit beiden Beinen fest am Boden und im Leben stehen.

Üben – Üben – Üben!

Man kann diese unbewussten Verhaltensweisen des Körpers abstellen. Entweder wenden Sie sich an einen Fachmann für diese Angelegenheiten oder versuchen, in Eigenregie heraus zu finden, was Ihr Körper so treibt, wenn Sie in Stress-Situationen kommen, und lenken dann bewusst in Richtung Kontrolle. Übung macht auch hier den Meister.