Wie in Teil eins bereits angedeutet, ist es in Punkto Geld & Glück so, dass sich mit steigendem monatlichen Einkommen auch das Gefühl von Zufriedenheit erhöht und zwar bis 5000 Euro netto sogar proportional. Danach verflacht die Kurve bis sie irgendwann ganz eben ist. Warum das so ist und wieso Geld natürlich nicht glücklich macht:

Der Kick wird zur Sucht

Geld macht ja nicht per definitionem glücklich. Warum sollten ein paar Zahlen am Konto oder ein paar Scheinchen in der Hand jemanden glücklich machen? Es ist die Wunscherfüllung, die uns Befriedigung verschafft. Das Konsumieren also im Grunde. Das freut dann auch die Wirtschaft.

Sobald man sich mit seinem Einkommen „endlich etwas leisten kann“, tut man das auch und da haben sich bei den meisten Menschen bis dahin nicht nur etliche Träume angesammelt, die man ab nun endlich realisieren kann, nein, es kommen auch sofort viele neue hinzu. Man muss ja nur 5 Minuten Werbung gucken, schon weiß man ganz spontan, was man immer schon unbedingt haben wollte.

Also zieht man los und kauft sich erstmal ein teures, schönes, schnelles Auto. Und, da sind wir uns ja wohl alle einig, natürlich macht das happy. Aber eben nicht auf Dauer.
So ein Kick hält durchschnittlich drei Monate an und man fühlt wieder eine gewisse Alltagsleere.
Wenn man sich einen Traum oder einen Status-Luxus leistet, dann kommt der Gewöhnungszustand und das Empfinden von Leere. Wie bei einer Sucht. Dann muss auf den nächsten Kick hingearbeitet werden.

Warum fühlen wir uns leer nach dem Erreichen eines Ziels

Nun, es heisst ja nicht ganz umsonst: der Weg ist das Ziel. Denn das Ziel ist nunmal ein Ende und Abschluss.
Das gilt nicht nur für Sportler und für die „normale berufliche Karriere“.
Schon bei Kindern kann man beobachten, dass sie hochmotiviert, konzentriert und vor allem leidenschaftlich agieren, während sie beispielsweise Lego-Türme aufbauen. Dann freuen sie sich kurz über das Erreichte und machen ihn wieder kaputt.

Auch interessant:  Wer verdient am meisten Geld?

Wie also kann man seine Motivation konservieren?

Klar, man könnte sagen: „Folge deiner Bestimmung!“, denn das hört sich gut an und ist schnell mal so daher gesagt, aber wie macht man das?
Viele Menschen kennen ihre Bestimmung gar nicht. Also wem oder was sollen sie folgen?

Und dann sollten diese Fragen hier geklärt werden:

1. Wo bin ich im Augenblick? – Bin ich glücklich bei und mit dem, was ich arbeite?
2. Wo will ich hin? – Das Ziel
3. Wie komme ich dahin? – Der Weg

Und wenn man diesen Weg möglichst langfristig anlegt, steigt zumindest die Chance auf eine dauerhafte Motivation.