Haben Sie ES nicht auch schon einmal getan? Unabsichtlich, weil gedankenverloren  Smilies oder anderen Emojis ans Ende einer Nachricht an einen Vorgesetzten oder neuen Geschäftspartner gesetzt und zu schnell auf “Senden” gedrückt? Da sucht man sich schnell das nächste Loch, um sich darin zu verkriechen, oder?

Emojis: Zwinker – Lach – Böseguck

Emojis und Emoticons  sind nicht mehr aus unseren Konversationen weg zu denken. Privater Schriftverkehr kommt seit gut 10 Jahren schon kaum mehr ohne gelbe Gesichter aus. Und in diesem Bereich des Lebens kann man sich dieser Sitte auch fast nicht erwehren. Weil: so gut wie jeder tut es und verlässt sich darauf, dass mit einem lachenden Smilie auch klar ausgedrückt ist, dass man jetzt eben fröhlich ist oder man das Geschriebene zumindest sonnigen Gemütes übermitteln wollte.

Keine Smilies zu setzen ist im Privatverkehr regelrecht gefährlich, denn kaum jemand macht sich noch die Mühe, zwischen den Zeilen zu lesen. Nun, dann schreibt man als Absender auch nichts mehr zwischen die Zeilen und packt eben hintendran ein Emoji.

Emojis: Neues Futter für die Schreibfaulen

Vor kurzem sind gar neue Bildchen, neue, genormte Emojis auf das Internet losgelassen worden. Jetzt auch mit Hundi und Katzi und Kuhli. Wenn das so weitergeht und gleichzeitig die Kurznachrichten-Mentalität a la SMS und Twitter weiter fortschreitet,

wird es in 10 Jahren eine globale Einheitssprache geben. Sie wird aus kleinen gelben Gesichtern und deren Verwandten und Bekannten bestehen.

Nie wieder Fremdsprachen pauken! Der Traum von der graphischen Einheitssprache wird wahr

Warum Sie einstweilen trotzdem noch davon Abstand nehmen sollten, Ihrem beruflichen Umfeld mit den Emojis auf die Nerven zu gehen, ist logisch.

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Emojis sollen Emotionen ausdrücken und im privaten Gebrauch mag das sogar eine zweifelhafte Berechtigung haben.

Im Berufsleben jedoch haben Emotionen ohnehin keinen Platz. Wenn Sie nicht grade ein Banker sind, der soeben viele Milliarden Dollar verspekuliert hat und sich deshalb aus ihrem Penthaus-Fenster stürzen wollen, sollten Sie gar keinen Anlass haben, ihre Gefühle auszudrücken.
Aber, falls es Ihnen doch passiert: alles halb so schlimm. So lange Sie sich nicht dazu hinreißen lassen, laut und emotionslos LOL oder ROTFL zu rufen, wenn Ihr Chef einen Witz erzählt, sind Sie noch auf der sicheren Seite.