Sollte es wirklich Menschen im arbeitsfähigen Alter geben, die noch nie etwas von Xing und LinkedIn gehört haben? Durchaus möglich, denn obwohl beide Karriereplattformen bereits seit über zehn Jahren bestehen, kommen sie jetzt erst so richtig in Fahrt und werden für unser aller Arbeitsleben immer unverzichtbarer.

Worum geht es bei Xing und LinkedIn?

Xing und LinkedIn sind, einfach ausgedrückt, Karriereplattformen, auf denen Sie Geschäftskontakte knüpften und pflegen können.

Ein Facebook für die beruflichen Belange quasi. Facebook und Co. für das Private, die anderen beiden für das Geschäft. Und man sollte sich auch wirklich nach dieser strikten Einteilung richten, denn wie hoch die Zahl der armen Tröpfe ist, die sich naiverweise durch unvorteilhafte Facebook-Bilder oder -Kommentare beruflich selbst ins Aus geschossen haben, kann man nur erahnen.

 

Deutsch-Amerikanische Rivalität ums Platzhirschentum

Xing

Xing bedient von Anfang an und bis zum heutigen Tage fast ausschließlich den deutschsprachigen Raum, während die US-Seite LinkedIn global in Erscheinung tritt, und das mit massivem Erfolg.

Über 90 Prozent der Zugriffe bei Xing kommen indes aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Inhalt, Optik, Service und Komfort der Plattform werden immer besser. LinkedIn wird sich in den D-A-CH-Staaten wohl weiterhin die Zähne ausbeißen.

Denn wenn man einmal so in die Runde fragt, bekommt man den Eindruck, dass LinkedIn für die meisten eher nur das Zusatz- bzw. Zweitkarriereportal ist.

LinkedIn

Seit 2010 hat sich LinkedIn auch in unseren Gefilden breit gemacht.

Die Amerikaner tun viel, um Nutzer zu mehr Interaktion und dem regelmäßigen Besuch der Seite zu animieren, zum Beispiel mit speziellen Angeboten und Nachrichten-Abonnements aus Fachbereichen.

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LinkedIn hat insgesamt mehr Dynamik als Xing und eine internationalere  Ausrichtung.

 

Bei welcher Karriereplattform sollte man sich anmelden?

Ganz einfach: bei beiden natürlich. Es kostet in der Basis-Version nichts, bis auf ein paar Minuten Zeit, ein Profil zu erstellen. Wenn Sie das sorgfältig und professionell machen, ist schon viel getan und potenzielle Arbeitgeber können Sie finden.

Es kann also auf keinen Fall schaden!

Sie sollten Ihre Profil-Daten trotzdem  und auch regelmässig pflegen. Listen Sie Zusatzqualifikationen, Kenntnisse und berufliche Erfolge auf. Bei Änderungen in Ihrer Vita sollten Sie das auch im Profil abgleichen.

 

Netzwerk-Angst ist unbegründet

Es gibt, vor allem bei etwas älteren Semestern, noch immer Berührungsängste mit dem Internet und im Speziellen mit sozialen Netzen.

Doch, keine Sorge: man kann sich in den Privatsphäre-Einstellungen selbst entscheiden, was und wieviel man von sich Preis gibt.

 

Integrierter Stellenmarkt – Jobsuche mal anders

Unzählige Unternehmen, die freie Stellen anzubieten haben, tun dies nicht nur auf dem üblichen Wege, sondern platzieren Ihre Ausschreibungen schon längst auch in den beiden Netzwerken.

Und Sie müssen nicht jeden Tag alles durchforsten. Such-Agenten erledigen das für Sie.

Voraussetzung für den Erfolg ist aber eine aktive Teilnahme. Der Algorithmus findet die Kontakte, nützen muss man sie natürlich schon selbst.

Und wenn Sie eine Stelle im Auge haben, besuchen Sie einfach das Profil des Ansprechpartners und nehmen Sie Kontakt mit ihm auf.

 

Wie nutze ich die Karriereplattformen richtig?

  • Ein professionelles Foto und ein vollständiges Profil sind unerlässlich.
  • Sagen Sie Kontaktanfragen nicht gleich ab, sondern warten sie einmal ab. Vielleicht wird ausgerechnet dieser Kontakt Ihnen irgendwann weiter helfen.
  • Posten Sie nur, wenn Sie auch wirklich was zu sagen haben und sich beim Thema  auskennen.
  • Kritik sollte, wie auch im analogen Leben, diplomatisch und höflich sein.
  • Seien Sie nicht schüchtern.
  • Aber fallen Sie auch nicht mit der Tür ins Haus. Sie wollen etwas anpreisen? Zum Beispiel sich selbst? Sagen Sie zuerst einmal „Hallo“.
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