Viele Frauen und Männer haben Angst, fremde Menschen anzusprechen. Dabei kann das Kontaktieren anderer Menschen ganz einfach sein, wenn man selbst Lust auf einen Smalltalk hat.

Viele Menschen geraten beruflich und privat immer wieder in Situationen, in denen sie gerne eine Person kontaktieren würden. Doch statt die Gelegenheit beim Schopf zu packen, überlegen sie oft endlos hin und her: Wie könnte ich das Gespräch eröffnen, ohne dumm, aufdringlich oder anbiedernd zu wirken? Und weil ihnen keine kluge Eröffnung einfällt, lassen sie die Chance verstreichen. Und anschließend ärgern sie sich, dass ihnen der Mut fehlte, den ersten Schritt zu tun.

Auf das Wie kommt es an

Dabei kann das Ansprechen von Menschen ganz einfach sein. Denn beim Smalltalk ist es nicht primär wichtig, was man zur Gesprächseröffnung sagt. Entscheidend ist, wie man es sagt.

Angenommen Sie sind bei einer Party oder einem Empfang. Dort ist das Buffet die ideale Kontaktbörse. Meist genügt es, wenn Sie am Buffet zur Person neben Ihnen sagen: „Hier gibt es viele leckere Sachen. Können Sie mir etwas empfehlen?“ Und schon sind Sie im Gespräch. Und wenn Sie eine bestimmte Person kontaktieren möchten? Dann empfiehlt es sich, zunächst die Lage zu sondieren, um Gesprächsaufhänger zu entdecken. Angenommen die Person steht etwas abseits. Dann kann die Aussage „Kennen Sie hier ebenso wenig Menschen wie ich?“ eine Gesprächseröffnung sein. Oder die Person hält ein Glas Orangensaft in der Hand. Dann kann die Aussage „Trinken Sie auch lieber Orangensaft als Sekt?“ ein Türöffner sein.

Wer gut drauf ist, kommt gut an

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Wichtig für den Erfolg ist: Sie haben selbst Lust auf ein Gespräch. Denn dann strahlen Sie dies auch aus! Sind Sie hingegen schlecht gelaunt, dann lassen Sie das Smalltalken sein. Denn mit einem „Miesmuffel“ redet niemand gern. Oder Sie versetzen sich zunächst in gute Laune. Zum Beispiel, indem Sie an ein schönes Erlebnis denken – vielleicht Ihren letzten Urlaub. Dann verbessert sich Ihre Laune vermutlich und Ihre Lust auf Smalltalk steigt.

Auch auf Kongressen gibt es viele Kontaktanlässe. Dort genügt es eine Person, mit der Sie am selben Stehtisch stehen, zu fragen: „Wie wurden Sie auf den Kongress aufmerksam?“ Und schon sind Sie im Gespräch. Dasselbe gilt, wenn Sie in der Kaffee-Schlange zur Person vor oder hinter Ihnen sagen: „Brauchen Sie nach dem Vortrag auch einen Kaffee?“ Auch dann sind Sie im Gespräch.

Im Alltag üben und trainieren

Sie sehen: Mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen, kann ganz einfach sein – sofern Sie den Mut haben, den ersten Schritt zu tun. Sie scheuen oft davor zurück? Dann üben Sie es doch im Alltag. Zum Beispiel, wenn Sie an einer Bushaltestelle auf den Bus warten. Oder wenn Sie im Supermarkt an der Kasse in der Schlange stehen. Dann merken Sie schnell: Wenn Sie gute Laune ausstrahlen, sind die meisten Menschen offen für einen Plausch – fast egal, was Sie sagen. Und mit der Zeit werden Sie immer selbstsicherer im Kontaktieren fremder Menschen.
Barbara Liebermeister

Zur Autorin: Barbara Liebermeister ist Expertin für Business Relationship Management. Sie ist Autorin des im FAZ-Verlag erschienenen Buchs „Effizientes Networking: Wie Sie aus einem Kontakt eine werthaltige Geschäftsbeziehung entwickeln“ (Homepage: www.barbara-liebermeister.de).