Arbeit ist ungesund! Psychische und körperliche Leiden gehören mittlerweile zum Berufsleben wie das lange Gesicht beim Anblick der monatlichen Gehaltsüberweisung. Aber: man kann was dagegen tun. Denn nicht immer ist man den Bedingungen oder der jeweiligen Tätigkeit völlig schutzlos ausgeliefert. Bieten Sie den Umständen Paroli. Der eigenen Gesundheit zu liebe.

Vom Bandscheibenvorfall zum Burn-Out und wieder retour

Die Bedingungen am Arbeitsplatz haben sich im Laufe des letzten Jahrhunderts drastisch geändert. Und damit haben sich auch die Gesundheitsrisiken verlagert. Weg von Verletzungen und körperlichen Langzeitschäden durch zu viel und zu anstrengende  Bewegung, hin zur tendenziellen Null-Bewegung, zum Erstarren von Körper, Geist und Seele.  Die Lage ist tendenziell vom Unfalls-Risiko im Industriezeitalter zum Krankheitsrisiko im PC-Alltag verrutscht.

Die Wirbelsäule leidet am meisten

Natürlich stehen die psychischen Probleme ganz oben auf der Liste der am Arbeitsplatz. Aber diese Krankheiten zu kurieren oder möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, hilft nur bedingt, wenn der Körper weiter leidet. Wir sind komplexe Organismen, unsere Komponenten betreiben Wechselwirkung untereinander.

mens sana in corpore sano

Im Computer-Zeitalter verbringen die meisten Menschen ihren Arbeitstag sitzend.

In der ewig gleichen Position verharrend. Die Wirbelsäule weint leise in sich hinein und irgendwann ist die chronische Auswirkung perfekt.

Es ist schon viel gesagt worden und Mediziner wie Physiotherapeuten werden nicht müde, immerzu das selbe Credo herunter zu beten, aber man kann es nicht oft genug wiederholen:

Bleiben Sie in Bewegung!

Fast 2 Drittel der Büroangestellten berichten in verschiedenen Untersuchungen über ständige oder zumindest häufige Rückenschmerzen. Das hat zugenommen, wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen feststellte.

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Richtiges Sitzen und viel Bewegung zwischendurch sind die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen bei der Bildschirmarbeit.

Dauersitzen ist eine Qual für den Rücken.

Rückenschmerzen lassen sich vermeiden, wenn man ergonomisches Sitzen praktiziert und viel Bewegung in den Arbeitsalltag einfließen lässt. Folgende Dinge helfen dabei:

  • Stühle mit dynamischer Rückenlehne
  • Steh-Sitz-Tische
  • Regelmäßige Bildschirmpausen
  • Und aufrechtes Sitzen mit mindestens einem rechtem Winkel im Knie und im Ellenbogen verhindert die falsche Beanspruchung von Schultern, Rücken, Armen und Beinen.

worst case: eine stundenlange, angespannte Sitzhaltung

Wir kennen dieses Bild, denn wir sitzen fast alle angespannt vor dem Bildschirm, wenn wir viel schreiben und uns dabei sehr konzentrieren müssen. Die Schmerzen sind vielleicht schon da und werden durch die Fokussierung auf die Arbeit automatisch ausgeblendet.

Der Rücken des Menschen ist aber für dieses Dauersitzen nicht geschaffen. Die Skelettmuskulatur muss nämlich hierbei ständig Haltearbeit verrichten.

Die Folgen sind: Die Muskulatur erschlafft und wird schlecht durchblutet. Die Bandscheiben werden einseitig und stark belastet und durch den ausbleibenden Wechsel der Haltung nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Wenn man das hochrechnet auf eine langes Arbeitsleben, sind Langzeitschäden fast schon vorprogrammiert..

Bewegung im Büro geht über alles!

Sie müssen nicht stundenlang sitzen, um Ihre Arbeit zu erledigen! Schon mit einem Bürostuhl, der über eine Mechanik für dynamisches Sitzen verfügt, sind jederzeit Haltungswechsel möglich.

Und auch mit einem so genannten Steh-Sitz-Tisch ist ein regelmäßiger Wechsel zwischen den Positionen möglich. Die Investition rentiert sich wegen einem Minus an Ausfalltagen schnell. Sagen Sie das Ihrem Chef! Sie können sich da gerne auf mich berufen.

Nochmals: Stellen Sie nötigenfalls einen Wecker und lassen Sie sich daran erinnern, alle 15 bis 30 Minuten einmal ein wenig zu dehnen, strecken oder herum zu gehen. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

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