Wann weiß ein Arbeitnehmer, dass es Zeit für einen Jobwechsel ist? So manchen beschleichen komische Gefühle und Ahnungen, andere betrachten ganz nüchtern ihre Zukunftsaussichten und wieder andere werden oder sind bereits krank, wenn sie nur an ihre Arbeit denken. Auch der Flurfunk weiß meist sehr früh Bescheid, wenn es dem Unternehmen schlecht geht, gespart werden muss und Sparbemühungen mit Entlassungen enden. Will man der Entlassung zuvorkommen, sollte man auf gewisse Anzeichen achten und rechtzeitig die Reißleine ziehen.

Zahlungsschwierigkeiten

Zahlungsschwierigkeiten sind eine der offensichtlichsten Anzeichen, dass etwas im Unternehmen nicht stimmt. Kann der Arbeitgeber Rechnungen nicht mehr pünktlich bezahlen, rutschen die Aktien in den Keller oder kommt das Gehalt nicht mehr pünktlich auf das Konto, ist es Zeit für einen Jobwechsel. Bereits bei den ersten Anzeichen sollten Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen aktualisiert und mit der Jobsuche begonnen werden.

Fehlende Weiterbildungsangebote

An der Aus- und Weiterbildung sparen viele Unternehmen als erstes, wenn sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen. In der Regel fördern Unternehmen ihre Mitarbeiter, um Talente im Unternehmen zu halten. Werden aber Persönlichkeitsentwicklungs-, Aus-, Fort und Weiterbildungsprogramme deutlich gekürzt, könnte der Arbeitgeber entweder das Interesse an den Mitarbeitern verloren oder finanzielle Probleme haben.

Fehlende Leidenschaft

Wem die Leidenschaft für den Beruf fehlt, der quält sich meistens nur noch ins Büro. An einem ungeliebten Job festzuhalten, macht krank. Darüber hinaus sind die Karrierechancen in so einem Fall auch nicht gerade rosig, so dass alsbald über einen Wechsel nachgedacht werden sollte.

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit

Ein nicht mehr zeitgemäßes Produktsortiment, bessere Leistung und höhere Qualität der Wettbewerber, hohe Storno- und Beschwerdequoten im Unternehmen, all das sind Anzeichen dafür, dass es dem Unternehmen schlecht gehen könnte.

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Fehlende/mangelnde Kommunikation

Ein genauso wichtiges Alarmzeichen ist fehlende oder mangelnde Kommunikation. Nimmt die Geschäftsleitung nicht mehr zu aktuellen Entwicklungen Stellung, werden den Mitarbeitern immer weniger Informationen gegeben, erzählt man Mitarbeitern statt schlechter Nachrichten gar nichts mehr, finden Sitzungen und Meetings plötzlich nur noch hinter verschlossenen Türen statt oder äußern sich Vorgesetzte kaum oder gar nicht mehr, sollten bei jedem Arbeitnehmer die Alarmglocken schrillen.

Mitarbeiter verlassen das Unternehmen

In der Regel ist es normal, dass Talente und Leistungsträger das Unternehmen von Zeit zu Zeit verlassen. Aufmerksam sollte man jedoch werden, wenn diese Personengruppen das Unternehmen vermehrt verlassen. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, dass das Unternehmen nicht mehr so wettbewerbsfähig ist, wie es vielleicht noch vor ein paar Jahren war.

Umstrukturierungen

Wie auch immer man diese Maßnahmen bezeichnet, Umstrukturierungen sind mit eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass ein Unternehmen wirtschaftlich angeschlagen ist, vor allem wenn Vorgesetzte oder ganz Teams plötzlich und ohne Begründung ausgetauscht werden. Solche Vorgänge in Kombination mit mangelnder Kommunikation sind eines der sichersten Signale dafür, sich Gedanken über einen Jobwechsel zu machen.

Einstellungsstopp

Auch ein Einstellungsstopp sollte jeden Arbeitnehmer misstrauisch machen. Werden freie Stellen nicht mehr neu besetzt, kann dass u.a. ein Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten des Arbeitgebers sein. Schwierig wird es vor allem dann, wenn die Arbeit der ausgeschiedenen Mitarbeiter zusätzlich von den noch verbliebenen Mitarbeitern übernommen werden muss.

Fehlende Beförderungen

Wer sein Bestes gibt, möchte auch vorankommen. Sicherlich kann man nicht bei jeder Beförderung berücksichtigt werden, aber wer wiederholt übergangen oder übersehen wird, sollte sich vielleicht mit dem Gedanken an einen Arbeitgeberwechsel vertraut machen. Besonders schlimm wird es, wenn der Vorgesetzte zwar die Aufstiegswünsche seines Untergebenen kennt, aber anderen Mitarbeitern der Vorzug gegeben wird.

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